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Aktuelles

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Mitgliederbrief Juli 2011

 

 

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Mitgliederbrief Juli 2011 

Wahlergebisse vom 9.Mai 2010:

Landtag, Oberbürgermeister
und Bezirksvertretung Brackel

Die Wahlergebnisse der Landtagswahl (Wahlkreis Dortmund 111,112,113,114), Wiederholungswahl des Oberbürgermeisters und Wiederholungswahl der Bezirksvertretung Brackel vom 9. Mai 2010 finden Sie auf der Internet-Präsenz der Stadt Dortmund.

Wahlergebnisse...


 

4. Fellowship-Programm 2012/2013 der Führungsakademie der sozialen Demokratie

Liebe Genossinnen und Genossen,
die „Führungsakademie der sozialen Demokratie“ hat sich bewährt. Sie bietet eine innovative Weiterbildung für angehende Spitzenpolitikerinnen und -politiker an.
Heute versenden wir die Ausschreibung für die „Führungsakademie der sozialen Demokratie“ (siehe Anlage).
Der vierte Turnus der Fellowships (Akademiemitgliedschaften) läuft vom 1. Januar 2012 bis zum 31. Dezember 2013.
Die Führungsakademie vergibt erneut zweijährige kostenpflichtige Fellowships (Akademiemitgliedschaften). Das Fellowship-Programm fördert die persönliche und politische Entwicklung der Fellows und dient der Gesamtorganisation. Fachtagungen fördern die inhaltliche sachpolitische Auseinandersetzung. Kompetenztrainings helfen, die politische Führungs- und Gestaltungskraft auszubauen. In einem persönlichen politischen Projekt setzen die Fellows das neue Wissen und Können um.
Der Parteivorstand lädt die Europaabgeordneten, Bundestagsabgeordneten, Landtagsabgeordneten, gewählte hauptamtliche Kommunalpolitikerinnen und –politiker (z.B. Oberbürgermeister/innen oder Landräte) sowie Funktionsträgerinnen und –träger der Partei ein, sich beim SPD-Parteivorstand um die Aufnahme in die "Führungsakademie der sozialen Demokratie" zu bewerben.
Bewerbungsschluss ist der 30. September 2011.
Mit freundlichen Grüßen
Andrea Nahles

 

SPD Unterbezirk Dortmund fordert Staatsanwaltschaft im ENVIO-Skandal auf:

„Pfändet Privatvermögen

der Hauptverantwortlichen!“

Die SPD im Unterbezirk Dortmund fordert die Staatsanwaltschaft auf intensiv zu prüfen, ob nicht eine Pfändung des Privatvermögens der Hauptgesellschafter und Geschäftsführer von ENVIO möglich ist. „Es muss verhindert werden, dass die öffentliche Hand alle Kosten der Sanierung dieser Firma trägt“, begründete Andreas Bach (Foto) den Vorstoß des SPD-Arbeitskreises „Zukunft der Arbeit“ auf der SPD-Beiratssitzung am Montag, 27. Juni, im Städtischen Saalbau Scharnhorst.

Wer soll die Folgen aus dem Umweltskandal zahlen? Die ENVIO-Recycling GmbH ist inzwischen insolvent. „Aber Hauptgesellschafter und Geschäftsführer machen ungeniert und munter mit anderen Firmen in Dortmund und sogar im Ausland weiter“, erzürnte sich Bach. „ENVIO ist überall und somit kein Einzelfall“, sagte SPD-Chef Franz-Josef Drabig (Foto).  „Da ist einiges in den letzten Jahren schiefgelaufen.“

Aus dem Prognos-Gutachten vom März 2011 geht bekanntlich hervor, dass grundsätzlich die Genehmigungsverfahren gegenüber den Überwachungstätigkeiten priorisiert werden. „Dies wurde wesentlich negativ unterstützt durch einen massiven Personalabbau“, erinnert Bach: Im Regierungsbezirk Arnsberg – dem Sitz der Genehmigungs- und Aufsichtsbehörde – waren in der Umweltverwaltung im Jahr 2000 noch 446 Stellen vorhanden. Im Jahr 2010 waren es nur noch 298 Stellen. „Das ist ein Minus von 33 Prozent und somit unverantwortlich“, sagte Franz-Josef Drabig. Damit nicht genug:  In der Arbeitsschutzverwaltung des RP sank die Zahl der Stellen von 187 in 2000 auf 104 im Jahre 2008 (minus 43 Prozent). Gewerbeärzte gibt es in NRW nur 0,9 Stellen je eine Million Beschäftigte. „Im Bundesdurchschnitt sind es 2,5, im Saarland sogar 9,8 Stellen“, nannte Bach konkrete Zahlen.

„Die verschiedenen Aufsichts- und Kontroll-Institutionen haben sich nicht kurz geschlossen und ausgetauscht. ENVIO konnte ungehindert und vorsätzlich gegen behördliche Auflagen  verstoßen“ kritisiert die SPD. „Wir werden in Zukunft genau darauf achten, wie das Beschwerdemanagement beim RP greift. Die erste Anzeige im Fall ENVIO wurde nicht korrekt bearbeitet, sonst wäre der Skandal vielleicht schon früher aufgefallen“, so Franz-Josef Drabig abschließend. Und somit ist eine Vielzahl von in der Recyclinganlage beschäftigten Mitarbeitern, Leiharbeitern und Beschäftigten von Fremdfirmen so schwer mit PCB belastet, dass sie mit nachhaltig schweren Gesundheitsschäden rechnen müssen.

SPD – Unterbezirk Dortmund

Arbeitsgemeinschaft 60 plus

 

 

 

 Offener Brief                             Dortmund 09.06.2011

 

Lieber Genosse Sigmar Gabriel,

mit Besorgnis beobachten die Genossinnen und Genossen der Arbeitsgemeinschaft 60 plus die Entwickelung der SPD nach dem Wahldesaster des Jahres 2009. Seit nunmehr fast  zwei Jahren ist keine nennenswerte Verbesserung der Umfragewerte für die SPD zuer-kennen. Stattdessen wird versucht Verluste bei Wahlen (z.B. Baden – Württemberg und Rheinland - Pfalz) öffentlich als Erfolge zu verkaufen.

Die pflaumenweiche Formulierung der  Beschlussvorlage zur Abstimmung über die Verlängerung des Afghanistanmandates der Bundeswehr lässt Entscheidungsspielräume zu, die nicht die Mehrheit der Bevölkerung und auch nicht die Mehrheit der SPD-Mitglieder wiedergeben.

Die Festlegung auf die Hartz IV „Reform“ und auf den Renteneinstieg mit 67 haben bei den Mitgliedern unserer Partei und bei der Bevölkerung zu großen Frustrationen geführt. Viele Genossinnen und Genossen haben wegen dieser sog. Reformen die SPD verlassen. Uns wohlgesinnte Wählerinnen und Wähler haben sich von der SPD bei Wahlen abgewandt. Dies hat u.a. dazu geführt, dass die „Linke“ als politischer Gegner Relevanz gewann. Nach der verheerenden Niederlage bei der Bundestagswahl 2009 (23%) hätten wir erwartet, dass die Partei Fehler bei den o.g. Entscheidungen erkennt und versucht diese mit klaren Aussagen zu revidieren. Fehler einzugestehen ist menschlich, Fehler zu revidieren hilft Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen.

Die veröffentlichte Meinung lässt mehr und mehr die Vermutung aufkommen, dass die SPD nicht mehr agiert sondern nur reagiert und scheinbar keine eigenen Konzepte aufweisen kann. Ein weiteres Indiz für diese Ansicht ist, dass Talkrunden im Fernsehen inzwischen fast ohne Beteiligung von SPD- Politikern stattfinden. Hat die SPD nichts Wesentliches mehr zu sagen?

Johannes Rau sagte: „Politik findet vor Ort statt“. Dieser Ansicht ist auch die AG 60 plus. Voraussetzung hierfür ist aber, dass politische Entwicklungen und Meinungsbildungen in verständlicher und nachvollziehbarer Form an die Basis gelangen. Allein mit Schlagworten  kann man heute keine Politik machen.

Die Initiative der Partei unter der Überschrift „Die SPD erneuert sich!“ einen neuen Organisationsrahmen zu entwerfen kann grundsätzlich begrüßt werden. Die bisher  vor-liegenden Texte lassen aber die Vermutung aufkommen, dass Altbekanntes nur neu gemischt wird. So ist zum Beispiel die 40% Quote (s. Seite 20 der Unterlage von der Unterbezirks- Kreisvorsitzendenkonferenz vom 29.Mai 2011) in Dortmund längst Realität. Die im  oben genannten Papier angeregte Urwahl hat die SPD in Dortmund längst  praktiziert. Dem Vorschlag die Aufstellung von Kandidaten/innen auch durch Nichtmitglieder wählen zulassen,  stehen wir skeptisch bis ablehnend gegenüber.

In der Hoffnung, dass unsere Kritik und Anregungen bei den künftigen Überlegungen eine Rolle spielen verbleiben wir :

Mit  solidarischen Grüßen.

Richard Utech

 (Unterbeziksvorsitzender AG 60 plus)

 

Late News

Offener Brief an Sigmar Gabriel zum Thema "Sarrazin" von Franz-Josef Drabig

 

Lieber Genosse Sigmar Gabriel!

Mit großem Unverständnis und Befremden haben wir Dortmunder Genossinnen und Genossen die Berichterstattung zum Fall des Herrn Sarrazin zur Kenntnis genommen. Es ist ein Novum, dass der Dortmunder Unterbezirksvorsitzende in einem offenen Brief an den Bundesvorsitzenden reagiert, ich halte das aber in diesem besonderen Fall für angemessen.

Da hat ein profilierter und bundesweit bekannter Sozialdemokrat die Grundwerte unserer Partei in den Dreck gezogen. Er hat wie kein Zweiter die SPD in ganz
Deutschland blamiert.

Er hat in einer unzulässigen Art und Weise all denen vor den Kopf geschlagen, die sich bemühen, das Zusammenleben verschiedener ethnischer Gruppen, Religionen und Nationalitäten zu verbessern.

Seine teilweise rassistischen Ausraster haben dem Ansehen unserer Partei und all derer geschadet, die unter Anerkennung aller damit verbundenen Probleme und Defizite auf beiden Seiten bemüht sind, den Integrationsprozess auf einer sachlichen Basis aber ohne Vorurteile zu befördern.

Herr Sarrazin hat das nun wiederholt gemacht und jede/r, der/die sich unseren sozialdemokratischen Grundwerten verpflichtet fühlt, musste davon ausgehen, dass ein solcher Provokateur nicht länger Mitglied unserer Partei sein würde.

Nun hat dieser Mann eine völlig unzureichende Entschuldigung verbreitet und alles ist wieder gut. Die Generalsekretärin spricht von der Meinungsvielfalt in der Partei. Ich sage dazu Beliebigkeit.

Aber es ist nicht beliebig, ob eine Partei für eine Integrationspolitik steht, in der Herkunft, Glaube oder die Angehörigkeit zu einer ethnischen Gruppe keine Rolle spielen, oder ob sie Ausführungen zu einer Rassentheorie in ihren eigenen Reihen duldet, die stark an die des Dritten Reichs erinnern.

Für solch einen Menschen ist eine Mitgliedschaft in der Partei, der ich 39 Jahre angehöre, nicht länger vereinbar!

Wir haben uns hier in Dortmund in den letzten Jahren intensiv um die Integration der besonders stark vertretenen türkischstämmigen Menschen gekümmert. Viele, über 300, sind in den letzen Jahren Mitglied im Unterbezirk Dortmund geworden. Wir stehen im engen Dialog mit ihnen. Ein großer Teil unserer neuen Mitglieder bringt sich in die Diskussionen der Partei und in den jeweiligen Arbeitsgemeinschaften je nach ihrer Interessenlage ein.

Unser Verhältnis ist geprägt von einem offenen Umgang miteinander. Probleme werden nicht unter den Tisch gekehrt, sondern in einem offenen Dialog angesprochen. Deshalb ist es völlig natürlich, dass diese Genossinnen und Genossen, aber auch deutschstämmige Mitglieder ihre SPD-Führung nicht mehr verstehen. Einige haben sich von uns distanziert und ihre Mitgliedschaft aufgekündigt.

In den letzen Tagen haben mich viele Genossinnen und Genossen dazu angesprochen. Ich kann Ihre Wut gut nachvollziehen. Bei allen Migrantinnen und Migranten, besonders aber bei unseren Mitgliedern will ich mich deshalb auch entschuldigen. Eine Partei mit den Grundwerten und der Geschichte unserer SPD kann mit einer derart fatalen Fehlentscheidung nicht leben!

Unser langjähriger Landesvorsitzender Johannes Rau hat einmal gesagt: "Sagt das, was Ihr tut und tut das, was Ihr sagt". Das empfehle ich dem Parteivorstand auch. Einem seiner Nachfolger, Herrn Rüttgers haben wir mit Recht vorgehalten, dass er links blinkt und rechts überholt. So ähnlich kann man die Vorgänge um das Parteiordnungsverfahren um Herrn Sarrazin auch beschreiben.

Mit sozialistischem Gruß aus Dortmund
Franz-Josef Drabig

 


Dortmunder Aufruf zur Mahnwache und Menschenkette

Unter dem Motto des Dortmunder Atom-Appells: „Atomenergie endlich abschalten!“ rufen wir am Freitag, 18. März ab 18:30 Uhr zu einer Mahnwache und anschließender Menschenkette in der Dortmunder Innenstadt auf.

An der Aktion beteiligen sich bereits auch verschiedene Organisationen, Gewerkschaften und Parteien wie die Evangelische Kirche Dortmund und Lünen, die
AWO Dortmund und die Werkstätten der Arbeiterwohlfahrt, IPPNW, der Dortmunder DGB, die Frauenfriedensinitiative und der BUND Dortmund. Die Liste der Unterstützer wächst täglich und wir freuen uns über viele weitere Unterzeichner. Den aktuellen Stand werden wir morgen bekannt geben.

Vor dem Hintergrund der schrecklichen Ereignisse in Japan möchten die Beteiligten der betroffenen Menschen in Japan gedenken und wir wollen gegen die Nutzung der unbeherrschbaren Atomkraft ein Zeichen setzen. Dazu sind alle Dortmunderinnen und Dortmunder herzlich eingeladen.

Mit großem Entsetzen verfolgen auch in Deutschland viele Menschen die Ereignisse in Japan. Noch immer droht dem Land eine nukleare Katastrophe, deren Ausmaß heute noch nicht vorzustellen ist. Fast stündlich erreichen uns weitere Schreckensmeldungen.

Mit der Menschenkette soll auch ein Signal gegen die weitere Nutzung der Atomenergie und für eine zukunftsfähige und ökologische Energiewende setzen. Die Ereignisse haben gezeigt, dass selbst in einem High-Tech-Land wie Japan die Atomenergie mit ihren verheerenden Folgen für Menschen und Umwelt nicht zu beherrschen ist. Sie ist eine hochgefährliche Risikotechnologie und gehört abgeschaltet.

Ablauf: Freitag, 18. März ab 18:30 Uhr sammeln wir uns am Freitag am Willy-Brandt-Platz an der Reinoldikirche. Um 19 Uhr findet dort eine Mahnwache statt, bevor wir gegen 19:30 Uhr dazu aufrufen, quer durch die Dortmunder Innenstadt eine Menschenkette zu bilden. Es wäre schön, wenn die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Kerzen und Lichter für die Aktion mitbringen könnten.

Siehe hierzu auch den Dortmunder Atom-Appell: „Atomenergie endlich abschalten!“

Dortmunder Atom-Appell 16. März 2011

Atomenergie endlich abschalten!

Fassungslos und bestürzt verfolgen wir die Geschehnisse in Japan. Wir gedenken der vielen Opfer und ihrer Hinterbliebenen. Deutschland muss alles dafür tun, Japan bei der Bewältigung der Katastrophe zu helfen.

Bei aller Betroffenheit und Hilflosigkeit gegenüber Naturgewalten, die atomare Katastrophe hätte verhindert werden können. Wir haben wieder erleben müssen, dass diese gefährliche Technologie nicht beherrschbar ist und sie große zerstörerische Kraft besitzt.

Geblendet durch Lobbyismus und aufgrund mangelnder Lernfähigkeit wurden trotz der Kernschmelzen in Three Mile Island/Harrisburg, Tschernobyl und vielen weiteren ernsten Störfällen – auch in Westeuropa – nicht die notwendigen Konsequenzen gezogen. Dies ist vor allem deshalb unverantwortbar, weil es immer mehr Alternativen gibt, die schon heute die Atomkraft ersetzen können.

Wir dürfen nicht länger warten, bis auch hier bei uns technisches oder menschliches Versagen zu schwerwiegenden Unfällen führt. Wir können die japanische Katastrophe nicht rückgängig machen, aber wir tragen die Verantwortung für die Sicherheit in unserem Land.

Wir brauchen keine Lippenbekenntnisse und Moratorien, sondern konkrete Maßnahmen und fordern daher:

1. Die ältesten sieben Reaktoren in Deutschland und der Pannenreaktor Krümmel müssen sofort endgültig abgeschaltet werden. Dies ist problemlos möglich, ohne dass Versorgungsnotstände entstehen.

2. Die Laufzeitverlängerung muss rückgängig gemacht werden.

3. Wir müssen den Umbau unseres Energieversorgungssystems hin zu Erneuerbaren Energien und mehr Energieeffizienz beschleunigen, um die neun restlichen Reaktoren noch schneller vom Netz zu nehmen, als im rot-grünen Atomausstiegsbeschluss vorgesehen.

4. Die jetzige und alle zukünftigen Bundesregierungen müssen sich verstärkt für einen europaweiten und weltweiten Atomausstieg einsetzen.

5. Die jetzige Bundesregierung muss mit den zuständigen Landesregierungen dafür sorgen, dass alle deutschen Reaktoren von einer unabhängigen Expertenkommission in einem transparenten Verfahren komplett auf ihre Sicherheit hin überprüft werden.

6. Die Bundesregierung muss den Export von Atomtechnologie zum Bau neuer Atomkraftwerke verbieten.

Initiatoren: Die Dortmunder Bundestagsabgeordneten Marco Bülow, Markus Kurth, Ulla Burchardt